Thüringischer Akademischer Singkreis e. V.     
 

Sächsische Zeitung, 28. Januar 2009

Der wohl ungewöhnlichste Chor Deutschlands kommt nach Radeberg

Thüringischer Akademischer Singkreis begeisterte

Von Jens Fritzsche

Am Sonnabend gastiert in der Stadtkirche der Thüringische Akademische Singkreis und gibt dabei eines von nur sechs Konzerten in diesem Jahr.

Am Sonnabend wird einer der ungewöhnlichsten deutschen Chöre in der Radeberger Stadtkirche zu erleben sein: der Thüringische Akademische Singkreis, kurz Task. Das Außergewöhnliche an diesem seit 1969 bestehenden Chor ist seine ungewöhnliche Arbeitsweise. Die Sänger – eingespannt in den verschiedensten Berufen – treffen sich nur fünf bis sechs Mal pro Jahr, um gemeinsam aufzutreten. Und sie gehen zudem alljährlich auf eine zehntägige Konzertreise, während der wird dann das Programm für die kommende Saison einstudiert. Dass das Zusammenspiel trotz der wenigen Zusammenkünfte bestens funktioniert, schreiben die Sänger vor allem ihrem Ehrgeiz zu, höchstmögliche musikalische Qualität zu erzielen.

In diesem Jahr gehört nun auch Radeberg zu den wenigen Stationen der Sänger. Am Sonnabend, ab 17 Uhr, wird dann unter Leitung von Dirigent Jörg Genslein ein A-capella-Konzert zu erleben sein, das Werke aus verschiedenen Jahrhunderten vereint. Auf dem Programm stehen dann Motetten von Jacobus Gallus, Werke des romantischen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy und „Tre composizioni chorali“ von Ildebrando Pizzetti - einem Mitbegründer der modernen italienischen Musik.

Die Idee zur Gründung dieses ungewöhnlichen Gesangs-Ensembles hatten 1969 Studenten aus den thüringischen Städten Jena, Weimar und Erfurt. Bis 1996 leitete Wolfgang Unger den Chor, wurde dann Universitätsmusikdirektor in Leipzig. Heute zählen neben Thüringer Musikern auch viele ehemalige Mitglieder des Dresdner Kreuzchores zu den Task-Sängern.

Karten für das Konzert am Sonnabend, 17Uhr, für sechs Euro (ermäßigt vier Euro) an der Abendkasse.

www.task-ev.de